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"Weltuntergänge"

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Mathematik im Alltag, verblüffende Mathematik-Rätsel, Stochastik und Polyeder, irdisches und außerirdisches Leben

Rowohlt-Taschenbuch "Voll auf die 12 - Besser durchs Leben mit Mathematik"

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Mit Weltuntergang ist hier nicht der Untergang des ganzen Universums oder unserer Sonne gemeint, sondern "nur" der der Erde. Der in Anführungsstrichen gesetzte Plural bedeutet, dass es hier auch um die teilweise Zerstörung der Erde oder Vernichtung des Lebens auf der Erde geht und nicht nur um den Untergang der ganzen Erde, der sich ja nur einmal ereignen kann.

Vor ungefähr 4,527 Milliarden Jahren:

Die Erde kollidierte vermutlich 40 Millionen Jahre nach ihrer Entstehung mit einem Planeten von etwa dreifacher Marsmasse ("Theia"). Dabei entstand der Erdmond, der dann durch seine Existenz die Erdachse stabilisierte.

Die Erde wäre also beinahe kurz nach ihrer Entstehung wieder zerstört worden. Zum Glück gab es zu diesem Zeitpunkt noch kein Leben. Es wäre sonst komplett wieder ausgelöscht worden. Vielleicht wäre sogar ohne den stabilisierenden Einfluss des Mondes gar kein Leben vor etwa 3,8 Milliarden Jahren entstanden!


Vor ungefähr 490 Millionen Jahren:

Rund 80 % aller Tierarten und Pflanzenarten starben aus. Die genaue Ursache ist unbekannt.

Vielleicht war dies das erste Massenaussterben nach Entstehung der ersten Mehrzeller vor etwa 650 Millionen Jahren!


Vor ungefähr 440 Millionen Jahren:

Möglicherweise führte die Supernova-Explosion eines Sterns zu einem Massensterben auf der Erde. Die freigesetzte Röntgen-Strahlung dieser Explosion könnte die gesamte Ozonschicht der Erde zerstört haben, so dass dann die vor 475 Millionen Jahren an Land gegangenen Pflanzen und die meisten Lebewesen im Wasser tödlicher UV-Strahlung von der Sonne ausgesetzt gewesen wären.

Dabei besteht alles Leben überwiegend aus dem Sternenstaub von Supernova-Explosionen!


Vor ungefähr 360 Millionen Jahren:

Ein starkes Sinken des Sauerstoffgehalts in den Ozeanen führte zum Aussterben von 50% aller Arten. Möglicherweise bewirkte das die Nährstoffflut der von 365 Millionen Jahre entstandenen Bäume. Deshalb versuchten zu der Zeit einige Meeresbewohner erfolgreich außerhalb des Wasser zu überleben. Die Zeit der Landwirbeltiere war gekommen.

Vielleicht wäre demnach der Mensch ohne dieses Massenaussterben nicht entstanden!


Vor ungefähr 250 Millionen Jahren:

Vor etwa 250 Millionen Jahren ereignete sich das größte Massenaussterben der Geschichte. Etwa 95 % aller meeresbewohnenden und ungefähr zwei Drittel aller landbewohnenden Arten kamen um. Die genaue Ursache ist bisher unbekannt. Es könnte einen Zusammenhang mit einem extrem großen Magmafeld in Sibirien geben, dessen Entstehung das Klima stark veränderte. Zu dieser Zeit bildete sich der Urkontinent Pangäa.

Das war wohl ziemlich knapp für alles höhere Leben auf der Erde!


Vor ungefähr 200 Millionen Jahren:

Wieder starben mehr als die Hälfte aller Arten aus, darunter fast alle Wirbeltierarten an Land. Auch hier wird vermutet, dass das Freisetzen großer Mengen von Magma beim Auseinanderbrechen des Urkontinents Pangäa die Ursache gewesen sein könnte.

Die Blütezeit der Dinosaurier begann!


Vor ungefähr 65 Millionen Jahren:

Ein etwa 10 Kilometer großer Asteroid kollidierte von etwa 65 Millionen Jahren mit der Erde. Dieser Einschlag führte vermutlich zum Aussterben aller Nicht-Vogel-Dinosaurier und vieler weiterer Tierarten.

Ein Glück, dass es uns damals noch nicht gab! Aber der Siegeszug der Säugetiere begann!


Am 13. April 2029:

Der Aten-Asteroid (99942) Apophis (Durchmesser: 270 m) wird am Morgen des 13. April 2029 knapp 30.000 km an der Erde vorbeifliegen. Im Jahre 2004 hielt man für kurze Zeit eine Kollision von Apophis mit der Erde zum oben angegebenen Datum für möglich.

Da haben wir ja noch einmal Glück gehabt!


Am 16. März 2880:

Der Asteroid (29075) 1950 DA (Durchmesser: 1,1 km) wird der Erde am 16. März 2880 sehr nahe kommen. Es besteht sogar die Möglichkeit einer Kollision mit der Erde. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist aber gering. Sie liegt bei höchstens 0,33 %.

Daumen drücken, dass der Asteroid nicht trifft! Sonst rechtzeitig seine Bahn so beeinflussen, dass er knapp an der Erde vorbeifliegt!



Innerhalb von 1000 Jahren?:

Ein Weltkrieg mit atomaren oder biologischen Massenvernichtungswaffen könnte die Auslöschung der Menschheit zur Folge haben.

Hoffentlich wird es nie dazu kommen!



Innerhalb von 40.000 Jahren?:

Das katastrophale Versagen einer großen komplexen technischen Anlage mit großem Energieinhalt könnte zur Vernichtung der Menschheit und vieler weiterer Arten von Lebewesen führen (siehe auch die Web-Seite über außerirdisches Leben).

Wir sollten diese Gefahr sorgfältig im Auge behalten!



Innerhalb von 100.000 Jahren:

Der Stern Beteigeuze (α Orionis) ist ein roter Riese. Er ist als heller roter "Schulterstern" im Sternbild Orion am Nachthimmel unübersehbar. Innerhalb von vermutlich 100 000 Jahren wird er als Supernova explodieren. Wegen seiner Entfernung von ca. 600 Lichtjahren ist zum Glück keine ernsthafte Gefährdung des Lebens auf der Erde zu erwarten.

Dieses spektakuläre Schauspiel sollte man sich nicht entgehen lassen!



Innerhalb von 300.000 Jahren?:

Ein Ausbruch des Supervulkans Yellowstone würde riesige Aschemengen in der Atmosphäre verteilen und die Temperatur auf der Erde fiele daraufhin drastisch. Ein Massensterben von Tieren und Pflanzen wäre die Folge.

Hoffentlich kommt es nicht gar so schlimm!



Innerhalb von etwa 300 Millionen Jahren?:

Ein Komet oder großer Asteroid befindet sich auf Kollisionskurs mit der Erde.

Da werden Erinnerungen an den katastrophalen Meteoriteneinschlag vor 65 Millionen Jahren wach!



In einigen 100 Millionen Jahren:

Der Stern IK Pegasi (HR 8210) (weißer Zwerg in einem Doppelsternsystem) wird in einigen hundert Millionen Jahren als Supernova explodieren. Da er nur 150 Lichtjahre von uns entfernt ist, besteht die Gefahr, dass von der durch die Sternexplosion freigesetzten Strahlung die gesamte Ozonschicht der Erde zerstört wird. Die meisten Lebewesen wären dann einer tödlichen Strahlendosis aus dem All ausgesetzt.

Vielleicht fällt uns bis dahin noch eine geeignete Schutzmaßnahme ein!



In 500 Millionen Jahren bis 1 Milliarde Jahren:

Unsere Sonne befindet sich im Stadium eines Hauptreihensterns. Während dieser Zeit nimmt ihre Leuchtkraft langsam zu. Dadurch wird die Erde immer wärmer und in etwa 500 Millionen bis eine Milliarde Jahren werden zumindest die Menschen, die Tiere und die Pflanzen untergehen. Nur Einzeller werden überleben.

Das ist vermutlich das Ende der Menschheit!



Innerhalb von 1 Milliarde Jahre?:

Die Erde wird von einem intensiven Gammastrahlblitz getroffen, der bei der Verschmelzung zweier Neutronensterne oder bei einer Hypernovaexplosion entsteht. Die Wirkung ähnelt der einer Supernovaexplosion in zu geringer Entfernung.

Vielleicht sind wir dann schon nicht mehr da!



In etwa 3 Milliarden Jahren:

Die Leuchtkraft der Sonne hat so zugenommen, dass auch das letzte Leben auf der Erde ausgelöscht wird.

Die Erde ist wieder ein toter Planet!



In etwa 4 Milliarden Jahren:

Unsere Milchstraße und die Andromeda-Galaxie kollidieren miteinander und verschmelzen anschließend. Die Wahrscheinlichkeit, dass unserer Sonnensystem dabei mit einem Sonnensystem der Andromeda-Galaxie zusammenstößt und zerstört oder zerrissen wird, ist aber sehr gering.

Dieses interessante Ereignis werden wir aber leider nicht mehr erleben!



In etwa 5 Milliarden Jahren:

Die Sonne hat sich zum Roten Riesen aufgebläht und verschluckt die Erde.

Da kann man wohl nichts machen!



In etwa 50 Milliarden Jahren:

Die Rotation der Erde würde durch die Gezeitenreibung so weit verlangsamt werden, dass die Erde dem Mond immer die gleiche Seite zuwenden würde. Bei dieser gebundenen Rotation wäre ein Tag dann etwa 47mal so lang wie heute. Ein Massenaussterben wäre die Folge.

Aber all das wird sich nicht mehr ereignen, weil Erde und Mond schon vorher untergegangen sind!



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